Chronik des TV Mering - Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Die Gründerjahre

Im Jahr 1885 hatten die beiden Lehrer Wohlgeschaffen und Bader einen ersten Turnverein Mering gegründet, dessen Vorstand der Fabrikbesitzer Ludwig Zettler war. Nach sechs Jahren aber "erlosch das turnerische Leben" schon wieder, denn die beiden Gründer waren versetzt worden. "Leider sind aus dieser Zeit keine Niederschriften vorhanden", vermerkt die Chronik des Vereins.

Vereinsgründung am 09. Mai 1908
Eduard Ettensberger 1. Vorstand

Eduard EttensbergerIm Jahr 1895 zog Eduard Ettensberger, der einem Turnverein in Augsburg-Oberhausen angehörte, nach Mering. Er kaufte die frühere "Leyr-Wirtschaft", das spätere "Turnerheim", das heutige "Papst-Johannes-Haus", und konnte die Meringer für die Schwer-Athletik und das Ringen und Stemmen begeistern. In diesem Stemmklub "Bavaria" trat ab 1898 auch eine Turnerriege bei den Festlichkeiten auf. Nachdem sich 1907 der Turn- und Stemmklub gegründet hatte, wurde am 09. Mai 1908der Athletenklub "Bavaria" in einen Turnverein umgewandelt. Dieses Datum gilt als der Gründungstagdes heutigen TV Mering.

Die erste Vorstandschaft im Jahr 1908
1.Vorsitzender Eduard Ettensberger
2.Vorsitzender Josef Rottl
Schriftwart Balthasar Fischer
Turnerische Leitung Eduard Ettensberger
Vorturnen/Exerzieren Josef Lechner
Beisitzer Johann Egger
Georg Schmelcher
Max Mächler
Franz Heger
Karl Maier
Ferdinand Probst
Hans Hörmann

Am 04. April 1908 war dem zu gründenden Verein "... zur Errichtung einer Turnhalle ein Teil des Grammelplatzes auf Ruf und Widerruf und vorbehaltlich der Entrichtung einer jährlichen Anerkenntnisgebühr von 50 Pf. überlassen"worden.

Am 14. Mai gab der "Meringer Anzeiger" bekannt, dass der junge Verein schon 90 Mitglieder habe und bereits beim Turngau Augsburg angemeldet und somit in die Haftpflicht aufgenommen sei. Der Berichterstatter rief auf: "Freunde und Gönner der Turnsache! Tretet ein in die Reihen der Ehrenmitglieder und vor allem in die Reihen der aktiven Turnerschaft!"
Der Aufruf fiel anscheinend auf fruchtbaren Boden, denn am 09. Juni zählte der Turnverein 46 aktive und 61 Ehrenmitglieder (passive Mitglieder), dazu kamen fünf "Zöglinge", das waren die jüngeren Söhne der "verehrlichen Einwohnerschaft". Um sie wurde besonders geworben, "da das edle Turnen jeden jungen Menschen körperlich und geistig stärkt und zur Heranbildung der Jugend sehr viel beiträgt."

Am Sonntag, den 12. Juli wurden das Gründungsfest und die Einweihung der neuen Turnhalle gefeiert.
Am Montag, den 13. Juli, schon berichtete der "Meringer Anzeiger" über dieses Gründungsfest. Es hatten 12 Turnvereine mit Fahnen und Standarten und acht andere Vereine, darunter vier mit Fahne, teilgenommen. Nach dem Festzug um zehn Uhr war die neue Turnhalle an der Meringerzeller Str., ein "schlichter Holzbau", eröffnet worden. Die hölzerne Halle wurde von Ettensberger in Jesenwang gekauft und nach Mering geschafft. Die Eröffnungsrede hielt Vorstand Ettensberger und nach den "vortrefflich ausgeführten Freiübungen der aktiven Mitglieder des Turnvereins"zog man in den Vereinsgarten von Ettensberger. Am Nachmittag ging der Festzug durch die Straßen des Ortes. Angeführt wurde er von einem Musikkorps, dann folgten der Wagen mit den Festjungfrauen, die Vereine mit ihren Fahnen, schließlich noch zwei Wagen, auf denen die "Siegesgöttin"und die "Turnerwacht"dargestellt waren. Am Sommerkeller wurden Turnvorführungen durch die Meringer und auswärtigen Turner, zum Teil bei bengalischer Beleuchtung, dargeboten und an die mit Fahne erschienenen Vereine Erinnerungsbänder ausgegeben.

Der Kommentator warb am Ende seines Berichts für "die Abnahme von 10 Pfennig-Coupons zur Stärkung des Turnhalle-Baufonds".
Nach einem Jahr, im Mai 1909, hatte der Verein 175 Mitglieder, 56 aktive und 95 (passive) Ehrenmitglieder, 12 Zöglinge und 12 Turnschwestern. Der Bau der Turnhalle hatte 1400 Mark gekostet, diese Summe war vom Gründer Eduard Ettensberger seinem Verein unverzinslich überlassen worden. Allein diese Verhaltensweise zeigt, dass Ettensberger nicht nur ein Turner im besten Sinn, sondern auch ein außergewöhnlicher Wohltäter war.
Man hatte gleich eine Pyramidenleiter, eine Jahnbüste, einen Schrank und verschiedene kleine Geräte angeschafft. Im Mai 1909 wurden noch ein Barren und ein Pferd für 200 Mark gekauft. Seit Bestehen der Halle hatte der Verein bereits 600 Mark zurückzahlen können, von der verbleibenden Bauschuld von 800 Mark sollten in ungefähr sechs Wochen wieder 200 Mark abgezahlt werden.
Jede Woche fanden zwei Turnstunden statt, danach traf man sich in einer der Meringer Wirtschaften zum "Kneipabend". Bei diesen geselligen Zusammenkünften der Turner ging es recht fröhlich zu, es wurden "verschiedene Turnerlieder gesungen, auch komische Vorträge konnte man hören". Der Solovortrag eines Bürgersohns "Der bettelnde Italienerknabe" brachte im Mai 1909 1 Mark 67 Pf. ein, die er dem Turnverein zur Bezahlung der Turnhalle übergab.

Der junge Verein veranstaltete Turnfahrten, so am 23. Mai nach Sirchenried und Bayerberg, er beteiligte sich am 11. Juni am 29. Gau-Turnfest in Augsburg-Oberhausen und lud zur Gauvorturnerstunde am 30. Juni 1909 in Mering ein. Fahrten zu auswärtigen Veranstaltungen wurden mit dem Fahrrad oder mit der Bahn zurückgelegt.

So hatte der Turnverein Mering das erste schwierige Vereinsjahr nach seiner Gründung dank des Idealismus und des Gemeinschaftssinns seiner Mitglieder erfolgreich gemeistert und blickte, wie der Berichterstatter anmerkt "mit Freude in die Zukunft".

Johann Egger wird 1909 1. Vorstand
Vereinsfahne wird geweiht

Im Jahr 1909 übernahm der Buchdruckerei-Besitzer Johann Egger den Vorsitz, Ettensberger blieb Turnwart und war jahrelang die treibende Kraft für den Turnbetrieb. Egger war ein überzeugter Freund und Gönner der Turnsache.

Die Chronisten berichten aus dem Jahr 1910 von einem glänzenden Fest des noch jungen Vereins. Eine neue Vereinsfahne wurde feierlich geweiht und hierbei konnten 43 Vereine als Gäste begrüßt werden. Die Fahne kostete 400,00 Mark und wurde beim Taubstummeninstitut in Dillingen in Auftrag gegeben. Die Meringer Bürger zeichneten sich durch großzügige Spenden aus.

Leider verstarb Johann Egger völlig unerwartet im März 1911.

Alois Stempfle wird 1911 1. Vorstand
Erwerb des Turnplatzes an der Jahnstraße

Goldschmiedemeister Alois Stempfle übernahm die Führung des Vereins. Unter seiner Führung wurde der erste Teil des Turnplatzes an der Jahnstraße erworben und die hölzerne Turnhalle nach dort verlegt. Diese nun vereinseigenen Anlagen brachten einen bedeutsamen Aufschwung, der unermüdlich von Turnwart Ettensberger unterstützt wurde.

Neben dem Turnen vergaßen die Mitglieder auch das Feiern nicht. Erwähnenswert ist das erste Meringer Volksfest von 1912, an dem der Turnverein mit dem Trachtenverein einen Schäfflertanz aufführte.

Der Verein war zu einer wichtigen sportlichen und kulturellen Einrichtung in Mering geworden.

1. Weltkrieg 1914-1918
Haslauer und Wurm führen den Verein

Mit dem Jahr 1914 brachen schwierige Zeiten, auch für den noch jungen Turnverein, an. Es begann der 1. Weltkrieg mit all seinen fürchterlichen Folgen. Nicht weniger als 144 Männer des Vereins wurden zu den Waffen verpflichtet. In den Kriegsjahren verloren 23 Mitglieder, darunter auch der Vorstand Alois Stempfle, ihr junges Leben.
In den Kriegsjahren führten von 1915 bis 1917 Georg Haslauer und von 1917 bis 1919 Andreas Wurm den Verein. Sie hatten die schwierige Aufgabe, die noch wenigen Turner zu motivieren und in diesen bitteren Jahren ein Vereinsleben zu organisieren.
Nach dem Krieg mussten die Heimkehrer ihre schlimmen Erlebnisse, die sie an Leib und Seele verletzt hatten, verarbeiten und sich wieder in die Gesellschaft integrieren. Der Turnverein war für viele ein Ort, wo man sich wieder fand und Freude erleben durfte.

Postenrieder wird 1919 1. Vorstand
1921 wird mit dem Frauenturnen begonnen

Von 1919 bis 1922 führte Thomas Postenrieder den Verein. Der altbewährte "Turnvater Ettensberger" und Hans Engelmeier als Turnwarte brachten den Verein wieder rasch auf die Höhe.
Angegliedert wurde eine Fußball-Abteilung, die sich bereits im Jahr 1924 anlässlich der Trennung von Turnen und Sport in dem heutigen Sportverein Mering selbständig machte. Eine für damalige Verhältnisse wirklich "emanzipatorische" Idee hatte Erfolg:

1921 wurde mit dem Frauenturnenbegonnen; 15 Damen wurden aktiv!

Es entwickelten sich neben weiblichen Gruppen, die Freiübungen und Tänze einstudierten, die "Turnerinnen", mit einem männlichen Vorturner. Später, bei der Gründung der Abteilungen, wurde der Kinder- und Jugendsport in die Abteilung Turnen eingegliedert und die Abteilung Damengymnastik blieb viele Jahre eine rein weibliche Domäne.

Hedwig Kratzer Frau Hedwig Kratzerhatte es mit zäher Ausdauer und persönlichem Mut geschafft, das Frauenturnen zu ermöglichen und diesem Tun Geltung und Anerkennung zu verschaffen. Frau Hedwig Kratzer fungierte als "Turnwart" und Fräulein Marie Lachenmeier als Assistentin. 37 Jahre, bis in das Jahr 1958, wurden die "Turnerfrauen" von Frau Hedwig Kratzer sehr erfolgreich betreut.

J. Breimeir wird 1922 1. Vorstand
Übernahme der Leyr-Wirtschaft durch den Verein

Faschingstreiben im Turnverein 1927Zu Beginn des Jahres 1922 wurde Johann Breimeir zum Vorstand gewählt. Seit Gründung des Vereins war er abwechselnd Schriftwart, Kassier und Mitglied des Turnerrates. Das Amt des 1. Vorsitzenden hatte er ununterbrochen 37 Jahre bis 1959 inne.
Ein für den Verein bedeutsames Ereignis war im Jahr 1922 die Übernahme der "Leyr-Wirtschaft" in das Vereinseigentum. Das kinderlose Ehepaar Ettensberger übertrug seinen Besitz gegen eine Leibrente dem Turnverein. Als monatliche Leibrente war die Übergabe eines Zentner Weizens notariell verbrieft worden. Der Wert des Weizens lag im Mai 1922 bei 400,00 Mark und aufgrund der Inflation im Oktober 1923 bei mehreren Billionen Mark.
Dass damit existentielle Sorgen den Verein belasteten, geht aus alten Unterlagen hervor. Außerdem wurde, durch die Inflation bedingt, das freundschaftliche Verhältnis zwischen Ettensberger und dem Verein ungeheuren Belastungen ausgesetzt.
Trotz aller Sorgen und Nöte nahmen die turnerischen Aktivitäten in dem nun eigenen Turnsaal unter den bewährten Leitern wie Hedwig Kratzer, Hans Schlemmer, Otto Schelle, Karl Hautmann und der Brüder Immler einen gewaltigen Aufschwung. Die Aktiven des Vereins zogen zu den Wettkämpfen, Turnerinnen und Turner errangen glanzvolle Siege, so auf den bayerischen Turnfesten in Bamberg, Regensburg, Nürnberg, Schweinfurt und auf den deutschen Turnfesten in Köln 1928, Stuttgart 1933 und Breslau 1938. Ein allgemeiner Erlass gegen das "öffentliche" Frauenturnen durch die Bischöfe, veranlasste den 1.Vorstand Johann Breimeir im Jahr 1927 zu einer öffentlichen Erklärung: "Wir wollen aber in Mering darüber aufklären, dass nicht das Frauenturnen an sich verboten sei, dass die Turnerei stets anständig und sittsam sei". Auch verweist er auf die "freundliche und rückhaltlose Behandlung dieser Angelegenheit durch unseren H. H. Pfarrer Rupert Dischl".

25 Jahre TV Mering im Jahr 1933

Das 25. Gründungsfest wurde 1933 in Verbindung mit dem Gau-Turnfest gefeiert, als Festort dienten die Räume der ehemaligen Schuhfabrik (später Fa. Krauser) an der Hörmannsberger Straße.

Ein Artikel "Zum Jubelfest des Turnvereins" endete mit den Schlußworten: "Wir Turner begrüßen die Deutsche Morgenröte mit freudigen Herzen. Ein Bekenntnis zum neuen Deutschland soll unser Gau-Turnfest werden". Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 wurde der Dachverband der Turnerschaft "ATSB" mit einem Verbot belegt. 1936 erfolgte die Selbstauflösung des Verbandes und die Eingliederung der Turnerschaft in den Reichsbund für Leibesübungen.

2. Weltkrieg 1939-1945 und die Folgen
Eduard Ettensberger verstirbt 1945

Mit dem Beginn des 2.Weltkrieges im Jahr 1939 wurden wieder 44 Mitglieder unseres Vereins eingezogen, sieben davon sind gefallen und weitere drei gelten bis heute als vermisst.
Turnplatz und Turnhalle wurden von der Wehrmacht beschlagnahmt und mit einem Heeres-Kraftfahrpark belegt. Ein Fliegerangriff kurz vor Ende des Krieges beschädigte das Nebengebäude des Turnerheimes, und Plünderungen nach dem Zusammenbruch 1945 hinterließen stark beschädigte Vereinsanlagen.
In den letzten Kriegstagen verstarb der Gründer unseres Vereins, Ehrenturnwart und Wohltäter Eduard Ettensberger. Er wurde 75 Jahre alt.

Im Nachruf auf Eduard Ettensberger vom 26.04. vermerkte u. a. 1. Vorstand Breimeier:

"Der Turnverein verdankt Ettensberger nicht nur seine Existenz, sondern auch sein Turnerheim. Dessen Wert für die Jugend Merings wird vielleicht erst später richtig eingeschätzt. Wenn es nur gelingt, den Turnverein und seinen Besitz über die kommenden schweren Zeiten hinüber zu retten.
Zwei Eigenschaften heben sich im Charakter unseres Ettensbergers besonders hervor: Sein lebhaftes Temperament und sein unbändiger Arbeitswille. Erstere machte uns in guten und in schlimmen Tagen viel zu schaffen. Er fand aber immer wieder seinen Weg zum Turnverein.

Weiter führte er aus: "Nun hat das sturmbewegte Herz endlich Ruhe gefunden, er ist sanft hinübergegangen. Sein Name wird in der Vereinsgeschichte und in unserem Gedächtnis unvergessen bleiben".

Diesem ehrenwerten sozial engagierten Mann hat nicht nur der Turnverein, sondern auch der Markt Mering viel zu verdanken. Das 100. Gründungsfest des TV Mering ist ein Anlass, dieses Mannes ganz besonders zu gedenken.

Der Neubeginn nach 1945

Ehrung Otto GuggumosMit dem Kriegsende war auch der Turnverein zusammengebrochen; er wurde von der Militärregierung aufgelöst und das Vereinsvermögen unter Treuhänderschaft gestellt. Der bestellte Treuhänder Michael Steinherr aus Friedberg führte dieses Amt aus. Seine vorbildliche Arbeit verdient den Dank des Vereins.
Erst im Frühjahr 1946 erfolgte nach langen Verhandlungen die Lizenzierung und damit ein Neubeginn nach dem verhehrenden Krieg und der nationalsozialistischen Willkürherrschaft.

1946 wird der Turnbetrieb wieder aufgenommen
Angliederung der Abteilung Tischtennis

In die Turnhalle zog neues Leben ein. Altbewährte Turner und der Nachwuchs stellten schnell wieder die alte Klasse her. Neue Erfolge bestätigten die Anstrengungen, so auf dem Turnfest in Frankfurt 1948, den bayerischen Turnfesten und auf den deutschen Turnfesten in Hamburg 1953 und München 1958.

Im Jahr 1947 wurde die Abteilung "Tischtennis" als weitere Sportart neben "Turnen" und "Damen-Gymnastik" in den TV Mering angegliedert. Damit öffnete sich der traditionelle Turnverein gegenüber anderen Sportarten.

50 Jahre TV Mering im Jahr 1958

Johann BreimeirAm 04. Oktober 1958 feierte der TV Mering das 50. Gründungsfest.
Beim Festabend zeigte neben den Turnerinnen und Turnern des Vereins auch die Meisterriege des Gastvereins "TSV München 1860" mit dem Meringer Turnass Otto Schelle ihr Können.
Dem 1. Vorsitzenden des Vereins Johann Breimeir wurde der Ehrenbrief des Deutschen Turnverbands überreicht.
Mit dem sonntäglichen Kirchenzug der Vorstandschaft und der Mitglieder, mit anschließendem Festgottesdienst und der Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal war der offizielle Festakt beendet.
Den Abschluss der festlichen Stunden bildete ein gemütlicher Frühschoppen.

Karl Singer wird 1959 1. Vorstand
Rücktritt von Johann Breimeir nach 37 Jahren

Während der Jahreshauptversammlung 1959 gab der 1. Vorsitzende Johann Breimeir seinen Rücktritt aus Altersgründen bekannt. Eine Ära ging zu Ende. 37 Jahre führte dieser Mann, der Gründungsmitglied war, den Verein durch mehr schlechte als gute Zeiten. Er diente selbstlos und unermüdlich seinem Verein in vorbildlicher Weise und wurde für seine großen Verdienste zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Seine Persönlichkeit und Weitsicht prägten den Verein in vielen Jahren.
Karl Singer übernahm das Amt des 1. Vorstandes.
Die turnerische Arbeit brachte gute Erfolge. Für die Turnerinnen wurde erstmalig ein Trainer verpflichtet. Das erfolgreiche Gaujugend-Turnfest in Mering war ein Höhepunkt im Vereinsjahr.

Sorgen um das vereinseigene Turnerheim
Verkauf des gesamten Komplexes

Das gesamte Anwesen, bestehend aus Gastwirtschaft, Laden, Metzgerei im Nebengebäude, Wohnungen und Saal war in einem desolaten Zustand und war dringend sanierungsbedürftig. Der Umbau von Wirtschaft und Metzgerei wurde schließlich in Angriff genommen und das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Leider konnte kein geeigneter Pächter gefunden werden, der den Betrieb wirtschaftlich führte.

Turnerheim vor dem VerkaufFür den Verein war es aussichtslos, die Schulden zu tilgen und die Zinslasten zu tragen. Schweren Herzens musste sich der Verein entschließen, den gesamten Komplex an die Pfarrei St. Michael zu verkaufen.

Helmut Pohl wird 1968 1. Vorstand
Abteilungsgründung "Volleyball" im Jahr 1973

Nachdem Karl Singer zurückgetreten war, übernahm Helmut Pohl die Führung des Vereins.
Im Oktober 1972 konnte die Abteilung "Tischtennis" ihr 25-jähriges Bestehen mit Festabend und einem gut besetzten Turnier feiern.
Die Mitgliederzahl insgesamt war inzwischen auf 518 angestiegen, und es wurden dringend adäquate Trainings- und Spielstätten gesucht. Endlich konnte die neue Mehrzweckhalle an der Luitpoldstraße dem Verein zur Verfügung gestellt werden. Diese Sportstätte wird noch heute vom Verein benutzt.
Mit dem Angebot, "Skigymnastik" zu betreiben, war der Verein dem Zeitgeist voraus und fand begeisterte Anhänger. Diese spezielle Vorbereitung auf den Wintersport wird noch heute gerne angenommen.
Bisher wurden die Übungsstunden von den Übungsleitern und Helfern ehrenamtlich ausgeführt. Nun wurden diese Leistungen finanziell honoriert.
Anlässlich der Jahreshauptversammlung im Januar 1973 wurde dem Antrag zur Gründung einer Volleyball-Abteilung zugestimmt. Damit hatte der Verein nun vier Abteilungen und somit ein breitgefächertes sportliches Angebot für die Einwohner der aufstrebenden Marktgemeinde. Die Volleyballer starteten sehr erfolgreich.

Alois Wagner wird 1973 1. Vorstand
Abteilungsgründung "Leichtathletik und Breitensport" im Jahr 1974

Helmut Pohl kandidierte nach 5-jähriger Amtszeit nicht mehr. Er hatte den Verein hervorragend geführt und konnte seinem Nachfolger einen expandierenden Turnverein übergeben.
Alois Wagner wurde sein Nachfolger.
Einen Meilenstein setzte die noch junge Abteiung "Volleyball", als sie 1973 als erste sportliche Gruppe die Städtepartnerstadt Mering-Ambérieu mit Leben zu erfüllen begann. Durch Besuche und Gegenbesuche wurde diese Freundschaft gepflegt.
Im Mai 1974 wurde die Abteilung "Leichtathletik und Breitensport" durch Martin Baranowsky aus der Taufe gehoben. Diese neue "fünfte" Abteilung fand mit ihren begeisterten Gründungsmitgliedern sofort regen Zuspruch. Durch den Bau der Freisportanlagen an der Ambérieustraße fanden die Aktiven ideale Trainingsmöglichkeiten und konnten sich gut entwickeln.
Ein Novum für den Verein, die erste "Mutter-Kind-Gruppe", wurde 1976 in der Abteilung "Gymnastik" gegründet. Marion Reuter als erste Übungsleiterin konnte schnell eine Schar begeisterter Mütter mit ihrem Nachwuchs in die Halle holen. Diese Einrichtung wird noch heute angeboten und bestens besucht. Dem Verein liegt diese Gruppe besonders am Herzen, denn letztlich wird hier der Grundstein für den sportlichen Nachwuchs gelegt.
Neben der Mehrzweckhalle wurde dem Verein nun auch die neue Sporthalle an der Ambérieustraße zur Verfügung gestellt. Damit konnte dem enormen Bedarf nach Hallenzeiten Rechnung getragen werden; die Mitgliederzahl stieg im Jahr 1978 auf 689.

Horst Ebner wird 1979 1. Vorstand
Herausgabe der 1. Vereinszeitung

Der 1. Vorsitzende Alois Wagner konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidieren; für seine Verdienste wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
Bei der Wahl am 28. April 1979 wurde Horst Ebner zum 1. Vorstand gewählt.

Die Vereinsgröße, bedingt durch ihre Mitgliederzahl und die verschiedenen Sportarten, machte eine Neugliederung und damit die Einführung von Abteilungsstrukturen im Jahr 1979 erforderlich. Jede Abteilung wurde eigenverantwortlich aufgebaut und wird durch den gewählten Abteilungsleiter in der Vorstandsschaft vertreten.
Durch das Vorhandensein der sehr guten Sportund Spielstätten wie Mehrzweckhalle und Sporthalle an der Ambérieustraße mit Freigelände konnte das sportliche Angebot enorm ausgeweitet werden. Der Zuspruch der immer größeren Mitgliederzahl führte aber bereits dazu, dass einige Übungsabende überbelegt waren.
Am 01. Oktober 1981 erschien die erste abteilungsübergreifende "Vereinszeitung", die halbjährlich über Sportliches, Interessantes und auch Persönliches aus dem Vereinsgeschehen berichten sollte.
Der Verein stellte dem Markt Mering die Hälfte des Turnplatzes an der Jahnstraße zum Bau eines Verkehrsübungsplatzes zur Verfügung. Außerdem wurden dort sanitäre Anlagen erstellt. Der restliche Platz wurde von den Abteilungen rege benutzt.
Im alten Klostergebäude wurde ein Vereinszimmer eingerichtet.
Am 01.01.1982 zählte der Verein 964 Mitglieder und wuchs bis zum Jahresende auf stolze 1067 Mitglieder an.

75 Jahre TV Mering im Jahr 1983

Am 25.06.1983 wurden die Jubiläumsfeierlichkeiten eröffnet.
Es begann mit großen Mannschaftsturnieren der Tischtennis- und Volleyballabteilung. Der Höhepunkt des 75. Geburtstages war natürlich der Festtag am 02. 07. im Papst-Johannes-Haus. Am Nachmittag wurde die von Edda Caesperlein gestaltete historische Ausstellung eröffnet, die begeisterten Zuspruch fand.

Leni Schweyer, Alois Wagner, Edda CaesperleinNach der Begrüßung der Festgäste durch Hermann Bischof erfolgten die Grußworte der Gäste. Hierbei wurde immer wieder die intensive Jugendarbeit des Vereins lobend erwähnt und hervorgehoben.
Der Bayerische Turnverband ehrte Alois Wagner, Ernst Mühlbacher und Horst Jahne für ihre großen Verdienste um das Turnen. Langjährige Vereinsarbeit an führender Stelle war für den Bayerischen Landes-Sportverband Anlass, Hermann Bischof und Franz Josef Weigl zu ehren. Leni Schweyer wurde für ihre Leistungen die Ehrennadel in Gold des Turnvereins Mering überreicht.

Im anschließenden Rahmenprogramm konnten die Mädchen und Buben der Turnabteilung ihr Können zeigen. Unter der kritischen Beobachtung von Otto Schelle, dem ehemaligen Turnass aus Mering, klappten die Vorführungen wie am Schnürchen.
Gekonnt und charmant wie gewohnt, zeigten die Damen aus der Gymnastikabteilung den Unterschied zwischen früher und heute. Auch der neuen Aerobic-Welle waren die Damen erlegen und zeigten zur Freude der Gäste diese neue Art der Bewegung mit Musik.

Am Sonntag erfolgte ein Kirchenzug zum Festzelt mit allen Meringer Vereinen. Herr Pfarrer Engelhard zelebrierte dort anschließend einen Festgottesdienst und segnete die im Jahr 1981 restaurierte Vereinsfahne.
Am Nachmittag fanden noch Freundschaftsspiele zwischen den Tischtennis- und Volleyballteams aus Mering und Ambérieu statt. Ein abschließender Höhepunkt war dann noch ein Tennenfest in Meringerzell, das vor allem bei den französischen Gästen großen Anklang fand.

Neuere Vereinsgeschichte ab 1983

Mitgliederzahl nimmt stetig zu
Engpässe bei Hallennutzungszeiten

Von 1982 bis Ende 1983 wuchs die Mitgliederzahl um 200 auf 1158 Mitglieder und damit auch der Bedarf an Hallennutzungszeiten. Das reichhaltige und auch zeitgemäße sportliche Angebot wurde von Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen angenommen, wobei der Verein sich bemühte, insbesondere Kinder und Jugendliche anzusprechen.
Die öffentlichen Sportanlagen wurden auch in zunehmendem Maße von anderen Vereinen und Organisationen beansprucht, sodass es nun zu Engpässen und Konfliktsituationen kam.
Mit diesem Thema wird sich künftig jede Vorstandschaft auseinandersetzen müssen. Das Streben des Vereins nach vernünftigen Trainingsund Spielstätten und ausreichenden Nutzungszeiten führte letztendlich zum Ergebnis, dass nur der Neubau einer neuen Sporthalle Abhilfe schaffen kann.

Bereits 1986 reifte in der Vorstandschaft der Gedanke, dass eine neue Halle nur von der Gemeinde erstellt werden könne, und dass der Turnverein durch das Einbringen des Verkaufserlöses seines Turnplatzes dieses Projekt beschleunigen könne. Selbstverständlich wurden damit weitgehende Nutzungszeiten und Miteigentum an der neuen Halle vorausgesetzt.

Rudolf Häfele wird 1987 1. Vorstand
Überarbeitung der Vereinssatzung

Horst Ebner kandidierte nicht mehr. In der Laudatio auf Horst Ebner wurde besonders herausgestellt, dass er die große Tradition mit dem notwendigen Fortschritt für einen modernen Großverein vereinen konnte.
Rudolf Häfele trat mit dem Ziel an, das Erreichte zu bewahren und darauf aufzubauen und den mitgliederstärksten Verein in Mering auch in Zukunft bestmöglich nach den Gegebenheiten der Zeit zu führen. Drei Hauptthemen waren Ziele seiner Amtsführung: Förderung des Breitensports, die qualifizierte Nachwuchsförderung und die Pflege des Leistungssports.
Mit Herausgabe der Vereinszeitung Nr. 15 im März 1989 erschienen erstmalig die neuen Piktogramme der einzelnen Abteilungen und der Druck auf Recyclingpapier. Damit artikulierte sich unter anderem ein selbstbewusster neuer Zeitgeist im Vereinsleben.

Marion Reuter wird 1991 1. Vorstand
15 Jahre "Mutter-Kind-Turnen"

Rudolf Häfele musste aus beruflichen und privaten Gründen auf eine erneute Kandidatur verzichten. Als Fazit seiner Vorstandsschaft konnte er feststellen, dass er seine Ziele im wesentlichen erreicht hatte. Der Dank der Mitglieder und der Vorstandsschaft war ihm anlässlich der Jahreshauptversammlung ein Beweis für seine erfolgreiche Vereinsführung.
Erstmals in der Geschichte des Vereins wurde einer Frau, Marion Reuter, das Amt des 1. Vorstands übertragen.
Die neue Vorstandsschaft übernahm die alten Sorgen, insbesondere was die Hallenzeiten betraf. Die Mitgliederzahlen entwickelten sich weiter nach oben, was dazu führte, dass in der Mehrzweckhalle bis zu vier Gruppen gleichzeitig ihre Übungsstunden abhalten mussten.
Im Oktober 1991 wurde der 15. Geburtstag der "Mutter-Kind-Turngruppe" gebührend gefeiert. Erinnert wurde an die ebenfalls integrierte Gründung der "Baby-Turngruppe" im Jahr 1982. Ein buntes Festprogramm, welches von den "Nachwuchsturnern" im Baby- und Kleinkindalter mit ihren Müttern bestritten wurde, erfreute die Gäste in hohem Maße.

Planung einer Turnhalle

Gespräche mit Vertretern der Gemeindeverwaltung mit dem Ziel, eine kurz- bis mittelfristige gemeinsame Sporthallenlösung zu finden, waren nicht erfolgversprechend.
Deshalb war ein wichtiger Tagesordnungspunkt der 86. Jahreshauptversammlung im April 1995 der Antrag der Vorstandschaft, mit der Planung einer vereinseigenen Turnhalle beginnen zu können. Durch Beschluss der Mitglieder wurde der Vorstand beauftragt, die Planungen für den Hallenbau voranzutreiben.
Ein wesentliches Planungsziel, nämlich die Sicherstellung der Finanzierung, beschäftigte den Verein im Jahr 1996.
Ein Konsens mit der Gemeinde über die wesentlichen Eckpunkte wie Bebauungsplan Jahnplatz und die Grundstücksfrage für eine neue Halle konnte bis auf weiteres nicht hergestellt werden.

Neustruktur des Vorstandes, der Vereinssatzung und Geschäftsordnung

Im März 1995 wurde die Vorstandsstruktur neu gegliedert und um zwei Beisitzer erweitert. Dabei wurden dem Altersaufbau der Mitglieder Rechnung getragen und ein Jugend- und ein Seniorenvertreter als neue Vorstandsposten geschaffen. Hauptaufgabe dieser neuen Vorstandsmitglieder ist es, den Belangen der Jugend und der Senioren im Vorstand ausreichend Geltung zu verschaffen.
Eine erfolgreiche und effiziente Vereinsführung bedarf moderner Führungshilfsmittel, insbesondere, um den hohen Anforderungen eines großen Vereins Rechnung zu tragen. Die Vorstandschaft stellte sich dieser Herausforderung und bearbeitete nachstehende Projekte:

  • Erarbeiten und Vorstellen einer neuen Vereinssatzung und Geschäftsordnung
  • Neuorganisation der Vereinsverwaltung
  • Aufstellen eines jährlichen Haushaltsplanes (Budgetplanung mit Verantwortlichkeit)

 

Bei dieser wirklichen "Herkulesaufgabe" waren auch noch die Anpassung der Ehrenordnung und der Abrechnungsrichtlinien zu bewerkstelligen.

Unter der Federführung von Dieter Klam wurden diese Aufgaben erfolgreich erledigt.

Gründung der Abteilung "Sondersport - Fitness und Prävention" im Jahr 2000

Eine sechste Abteilung wurde kurz vor der Jahrhundertfeier gegründet.

Die enorme Nachfrage nach Angeboten des Gesundheitssports (Prävention und Fitness) konnte in den vorhandenen Abteilungen nicht mehr befriedigt werden, sodass eine Neugründung unabdingbar wurde. Hier sollten insbesondere dem Trend "Gesundheitssport" zu betreiben, Angebote eröffnet werden.

Die Abteilung "Sondersport - Fitness und Prävention" nimmt inzwischen einen sehr hohen Stellenwert bei den Mitgliedern des TVM ein. Immer mehr Menschen suchen den Weg in einen Verein, der ihnen für ihre gesundheitlichen Probleme eine Bewegungsmöglichkeit anbietet. Aber auch Eltern haben sich im Anspruch an die Sportmöglichkeiten für ihre Kinder verändert. Die Gesundheit und Prävention stehen auch hier im Fokus von Verein und Eltern, wobei der Spaß an der Bewegung nicht zu kurz kommen darf.

Internetauftritt des Turnvereins

Seit dem 30. Juni 2001 ist der Verein mit einer "Homepage" im Internet vertreten.

Unter der Adresse "www.tv-mering.de" können sich Interessierte über den Verein und seine Aktivitäten umfassend informieren. Mit diesem modernen Informationsmedium eröffneten sich für die Mitglieder, aber auch für die Vereinsführung schnelle und unkomplizierte Verständigungsmöglichkeiten. Dem "Webmaster" der ersten Stunde, E. Otto Kügle, sei an dieser Stelle für seine Arbeit herzlichst gedankt. Mittlerweile wird das Internet-Forum von vielen Mitgliedern, aber auch durch andere Interessierte in Anspruch genommen.

Marion Reuter erklärt 2005 Rücktritt
Thomas Albert wird kommissarischer Vorstand

Seit 1991 führte Marion Reuter den Verein.

Marion Reuter erklärte im Jahr 2005 ihren Rücktritt und ist auch als Übungsleiterin nicht mehr tätig.
Die Vereinsleitung wurde vom 2. Vorstand, Thomas Albert, kommissarisch bis zur nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung im Oktober 2005 übernommen.

T. Albert wird 2005 1. Vorstand
Beschluss über Bau der Dreifach-Sporthalle mit Gymnastikhalle

VertragsunterzeichnungAnlässlich der Mitgliederversammlung im Oktober 2005 wurde Thomas Albert zum 1. Vorstand gewählt. Kein leichtes Amt, denn die Sporthallenlösung und die 100-Jahr-Feier des Vereins stehen im Fokus des Vereins und der Öffentlichkeit.
Endlich war es so weit, der neue Vorstand konnte 2006 verkünden: "Der Bau der Dreifach-Sporthalle mit einer vereinseigenen Gymnastikhalle ist in trockenen Tüchern". Zur Finanzierung des Vereinsanteils wurde der Jahnplatz an einen Bauträger verkauft. Zusätzlich zur anteiligen Dreifach-Sporthalle leistet sich der Verein einen Hallenanbau für Gymnastik und diverse Sportarten.
Kurz vor dem 100-jährigen Vereinsjubiläum des TVM war der wichtigste Schritt in die Zukunft getan. Sowohl Standortfrage, Entwurfsplanung, Gesamtfinanzierung mit Zuschüssen, Bauablaufplan und Genehmigungsverfahren konnten im Jahr 2007 abgeschlossen werden. Der Spatenstich erfolgt im Frühjahr 2008 und Ende des Jahres 2009 werden wir die Sportanlagen nutzen können.

Diese Weichenstellung in die Zukunft war nur mit einem finanziellen Polster möglich, dessen Grundstein in den Anfangsjahren des Vereins gelegt wurde. Dem Weitblick unserer Altvorderen sei Dank.

Zusammenfassung

Modell Dreifach-Sporthalle mit Gymnastik-HalleMit sechs gut aufgestellten Abteilungen und insgesamt 1300 Mitgliedern geht der größte Verein des Marktes wohl geordnet und finanziell gesichert voller Zuversicht in das nächste Jahrzehnt nach der 100-Jahr-Feier.
Das Hauptaugenmerk der Vereinsführung gilt weiter der Aus- und Fortbildung der ÜbungsleiterInnen, um damit ein vielfältiges, interessantes, sportliches und gesundheitsförderndes Training anbieten zu können. Die neue Dreifach-Sporthalle mit Gymnastikhalle wird zusätzliche Dimensionen eröffnen und weitere Impulse auslösen.
Die Jubiläumsveranstaltungen werden Anlass sein, ausgiebig zu feiern und sich über das Erreichte zu freuen. Aber wir wollen auch innehalten und zurückschauen und uns mit Dank und Respekt all derer erinnern, die mit Fleiß, Weitblick und ehrenamtlichem Engagement unseren Verein führten oder als Übungsleiter tätig waren und unseren Verein zu dem machten, was er heute ist.

Viele haben sich um den Verein verdient gemacht und wurden dafür geehrt.
Drei Persönlichkeitenaus der Vergangenheit ragen jedoch ganz besonders hervor:

  • der Vereinsgründer und Wohltäter
    Herr Eduard Ettensberger,
  • die Gründerin des Frauenturnens
    Frau Hedwig Kratzer,
  • und der Vereinsvorstand
    Herr Johann Breimeier.

 

Diese drei verstorbenen Persönlichkeiten sind Vorbilder im besten Sinn.

Für die Zukunft wünschen wir uns viele ambitionierte Sportler, die sowohl als ÜbungsleiterInnen aber auch in den Abteilungen und in der Vereinsführung ehrenamtlich Verantwortung und damit Führungsaufgaben übernehmen.
Dem "Führungsnachwuchs" sind sprichwörtlich Tür und Tor geöffnet und jeder ist willkommen, sich seinen Fähigkeiten entsprechend einzubringen.

Zum Schluss gilt der Dank allen aktiven und passiven Mitgliedern für ihre Treue zum Verein. Sie alle sind herzlich eingeladen, ein nicht alltägliches Fest "100 Jahre Turnverein Mering e.V." im Jahr 2008 zu feiern.
Ein interessantes und unterhaltsames Festprogramm findet vom 02.05. bis 04.05.2008 statt. Highligts sind eine historische Ausstellung, der Festabend u. a. mit Bild-Präsentationen, ein Kindernachmittag und ein Showabend.

Dank an die Chronisten

Wertvolle und umfangreiche Informationen wurden der Festschrift zum 50-jährigen Jubiläum und der 75-jährigen Festschrift von Ernst Mühlbacher entnommen. Den verstorbenen Chronisten des Vereins gilt ein besonderer Dank der Verfasser.
Außerdem möchten wir Uta Geyer und Helmut Rechthaler für Ihre Anregungen und Mithilfe herzlich danken.

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